Handysucht und soziale Isolation

Warum ein Handy eine Altersbeschränkung bräuchte

Handysucht und soziale Isolation

Handysucht ist nicht nur bei Jugendlichen und Kindern ein gängiges Erscheinungsbild. Anders als bei Erwachsenen allerdings sind bei Kindern in diesen prägenden Phasen oft die Auswirkungen bestimmend für den Rest des Lebens eines Menschen.

Parallelen zu Alkohol und Spielsucht

Das Handy ist für viele Menschen eine Dopamin- und Serotoninquelle. Diese Neurotransmitter sind Hormone, die der Körper ausschüttet und Glücksgefühle vermittelt, sogenannte Endorphine. Trigger dafür kann sein, dass man zum Beispiel eine Textnachricht erhält, dass man einen "Like" bei Instragram, Facebook oder anderen sozialen Medien bekommt. Seit Jahren bekannte Trigger sind allerdings das Gewinnen beim Glücksspiel so wie das Konsumieren von Alkohol.

Die Ausschüttung ist ein Signal des Gehirns, dass etwas gutes passiert - und hier muss diese Verdrahtung klar differenziert werden. Eine Ausschüttung von Glückshormonen sollte dann passieren, wenn etwas tatsächlich gutes passiert. Hier greift unser Belohnungssystem. Durch soziale Interaktion holt man sich diese Belohnung und setzt sich mit Problemen beim Heranwachsen auseinander. Man sucht nach "Bestätigung". In dieser Phase lernen wir, nachdem wir die Bestätigung unserer Eltern bekommen, dass wir die soziale Bestätigung unseres Umfeldes suchen.

Hier zeichnet sich eine klare Parallele. Erfolgt diese Bestätigung nicht umgehend, greifen viele Jugendliche heute eher zum sozialen Netzwerk, um sich diese Bestätigung in Form einer Dopaminausschüttung zu holen, als sich mit dem langwierigen, sozialen Prozess auseinanderzusetzen. Die meisten Alkoholiker haben Alkohol in ihrer Jugend kennen gelernt, und somit wurde diese Art der "Belohnung" falsch verdrahtet. Das gleiche passiert in der heutigen Zeit mit sozialen Medien und Telefonen.

Lernen, den richtigen Weg zu wählen

Durch dieses Verhalten lernen Kinder und Jugendliche meist niemals Geduld. Es ist vieles sofort verfügbar, auf nichts muss man warten und auch die sozialen Interaktionen werden durch Computerspiele, WhatsApp-Gruppen und sonstige soziale Medien simuliert. Hier muss eine Veränderung her und Kinder brauchen unsere Hilfe - aber auch wir müssen unser Verhalten anpassen. Kinder achten oft mehr auf das, was wir tun, als auf das, wir sagen.

Ohne Altersbeschränkung liegt die Verantwortung bei uns

Auf Alkohol, Zigaretten und Glücksspiel gibt es Altersbeschränkungen. Auf die Nutzung sozialer Medien, die das gleiche Suchtpotenzial mitbringen, gibt es diese allerdings nicht. Hier ist Vorsicht geboten und die Verantwortung geht auf uns als Nutzer, Freunde und Eltern über. Wir erleben bei Kindern Sozialphobien, Schulängste, Handysucht und Computerspielsucht in einer so niemals da gewesenen Dichte.

Vor der Therapie

Wenn möglich, bringen Sie bitte folgende Unterlagen ausgefüllt mit zum Erstgespräch.

Biofeedback

Biofeedback

Die Biofeedback-Therapie dient dazu unbewusst ablaufende körpereigene Prozesse durch intensives Training wahrzunehmen und bewusst zu verändern. Während des Trainings bekommt der Patient mittels Messinstrumente eine Rückmeldung über die ablaufenden Prozesse.
Mehr dazu
Neurofeedback verbessert die Selbstkontrolle

Neurofeedback verbessert die Selbstkontrolle

Neurofeedback ist eine erfolgreiche Alternative zur medikamentösen Behandlung von ADS, Angststörungen und Depressionen. Sie wird von uns angewandt, um Kindern ein besseres Gefühl für das Verhalten des eigenen Gehirns zu geben. Es wird dadurch gelernt,…
Mehr dazu
Psychiatrisches Behandlungskonzept

Psychiatrisches Behandlungskonzept

Wir entwickeln ein Behandlungskonzept für Kinder und Jugendliche, das sich mit dem lösungs- und ressourcen-orientierten Ansatz in der Elternarbeit verbinden lässt. Dabei steht im Vordergrund, dass unsere Patienten ihre eigenen persönlichen Stärken entdecken…
Mehr dazu

ADS/ADHSWir bringen langjährige Erfahrung in der Behandlung von Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen mit
MultilingualEnglisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Portugiesisch, Russisch, Kroatisch, Serbisch, Bosnisch und Niederländisch werden von Mitarbeitern fließend gesprochen
Zwei mal in DuisburgWir haben Praxen in Buchholz und Rheinhausen
NeurofeedbackEine Behandlungsmethode, die ganz ohne Medikamente auskommt. Wir sind auf Neurofeedback spezialisiert.